Verhaltens­therapie

Die Verhaltens­therapie basiert auf einer Reihe von lern­theo­re­ti­schen Kon­zep­ten. Diese wer­den schwer­punkt­mä­ßig als die Prin­zi­pien des soge­nann­ten respon­den­ten, ope­ran­ten und sozia­len Ler­nens bezeich­net. Dabei geht es im The­ra­pie­pro­zess um das Erken­nen der Bedin­gun­gen, die für den Erwerb und die Ver­än­de­rung von Ver­hal­ten ver­ant­wort­lich sind.

Es wird davon aus­ge­gan­gen, dass durch erlernte stö­rende Ver­hal­tens­wei­sen, oder durch nicht erwor­bene Fähig­kei­ten, see­li­sche Pro­bleme oder auf­fäl­li­ges Ver­hal­ten ent­ste­hen kön­nen. Das Ler­nen mit Hilfe von Beloh­nun­gen und Kon­se­quen­zen, sowie durch Nach­ah­mung, haben somit Ein­fluss auf Lernprozesse.

Außer­dem sind Fak­to­ren, wie Erwar­tungs­hal­tun­gen, Vor­stel­lun­gen über die eigene Per­son und über die Umwelt, oder der Wahr­neh­mungs- und Gedächt­nis­in­halte, für mensch­li­ches Ver­hal­ten verantwortlich.

Jedes Ver­hal­ten kann also nach glei­chen Prin­zi­pien erlernt, auf­recht­erhal­ten und auch wie­der ver­lernt wer­den. Unter Ver­hal­ten ver­ste­hen wir nicht nur äußer­lich sicht­bare Akti­vi­tä­ten des Men­schen, son­dern auch innere Vor­gänge, wie Gefühle, Den­ken und kör­per­li­che Pro­zesse. Durch die Umwelt und die Aus­ein­an­der­set­zung mit die­ser, wer­den Lern- und Anpas­sungs­leis­tun­gen erbracht. Wenn wir auf diese psy­chi­schen und phy­si­schen Anfor­de­run­gen fle­xi­bel und unter ange­mes­se­ner Berück­sich­ti­gung unse­rer Bedürf­nisse, selbst­ver­ant­wort­lich reagie­ren kön­nen, füh­len wir uns gut.

Verhaltens­therapie eig­net sich, um fol­gende Pro­bleme oder psy­chi­schen Erkran­kun­gen zu behandeln:

  • Angst­stö­run­gen, Panik­stö­run­gen, Pho­bien, Gene­ra­li­sierte Angst­zu­stände, Soziale Ängste, post­trau­ma­ti­sche Belas­tungs­stö­run­gen, Versagensängste
  • Arbeits­pro­bleme: Bur­nout, Stress, Erschöp­fungs­syn­drom, Über­for­de­rung, Stress­be­wäl­ti­gung, Kon­zen­tra­ti­ons­pro­bleme, Mobbing
  • Depres­sion, Trauer, Ärger, Wut, Eifer­sucht, see­li­sche Krän­kun­gen und see­li­sche Verletzungen
  • sexu­elle Pro­bleme: Lust­pro­bleme, Erek­ti­ons­stö­run­gen, Orgasmusstörungen
  • Part­ner­schafts­pro­bleme: Lie­bes­kum­mer, Tren­nung, Scheidung
  • Schlaf­stö­run­gen
  • psy­cho­so­ma­ti­sche Beschwerden
  • Ess­stö­run­gen: Buli­mie, Mager­sucht, Übergewicht
  • Sucht­pro­bleme: Spiel­sucht, Sex­sucht, Arbeits­sucht (in mei­ner Pra­xis keine Behand­lung von sub­stanz­ge­bun­de­nen Süchten)
  • Zwangs­er­kran­kun­gen, Kon­troll­zwang, Wasch­zwang, Putz­zwang etc., quä­lende Gedan­ken (Zwangs­ge­dan­ken)

In der Regel ist die kogni­tive Verhaltens­therapie eine Kurz­zeit­the­ra­pie von 10 bis 30 Sit­zun­gen. Wenn das Pro­blem schon län­ger besteht, sind unter Umstän­den mehr Sit­zun­gen nötig.

Ich habe die “Fach­qua­li­fi­ka­tion Verhaltens­therapie für Kin­der- Jugend­li­che und Erwach­sene”, bei Dr. H. Gut­sche, an der Para­cel­sus­schule Han­no­ver, erworben.

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